Keine Wartezeit mehr für Integrationskurse

Ab Januar 2011 wird der Besuch eines Integrationskurses für Migranten wieder ohne Wartezeit möglich sein. Dies kündigte Staatsministerin Maria Böhmer in Berlin an. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge habe angekündigt, ab Jahresbeginn die Zulassungen ohne zeitliche Vorgaben auszusprechen.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung bezog sich auf ein Schreiben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge an die Träger der Integrationskurse. Darin heißt es, „dass diejenigen, die bislang auf einer Warteliste geführt werden, zeitnah einen Bescheid über ihre Zulassung zum Integrationskurs erhalten“. „Die Erteilung von Kurszulassungen ohne zeitliche Vorgaben ist ein Motivationsschub für die vielen Migrantinnen und Migranten, die freiwillig in einem Integrationskurs die deutsche Sprache erlernen möchten. Das sind mehr als die Hälfte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Sie bringen damit ihre Bereitschaft zum Ausdruck, sich in unserem Land einbringen zu wollen. Ohne Deutschkenntnisse ist man nur Zaungast in unserem Land“, so Böhmer.

Zugleich macht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge deutlich, dass auch diejenigen, die zur Teilnahme an einem Integrationskurs verpflichtet sind, zeitnah einen Kurs besuchen können. So wird in dem Schreiben klar gestellt, das durch die Neuregelungen insbesondere auch Deutschen und EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die Leistungen nach dem SGB II beziehen und im Rahmen einer Eingliederungsvereinbarung verpflichtet sind, einen Antrag beim Bundesamt auf Zulassung zum Integrationskurs zu stellen, der unmittelbare Eintritt in den Kurs ermöglicht werden soll.

„Seit 2005 hat die Bundesregierung mehr als eine Milliarde Euro für die Sprachförderung im Rahmen der Integrationskurse ausgegeben- allein in diesem Jahr die Rekordsumme von 233 Millionen Euro. 700.000 Migrantinnen und Migranten werden bis Ende des Jahres an einem Integrationskurs teilgenommen haben. Das zeigt: Die Kurse sind ein Erfolgsmodell! Ich werde mich auch im kommenden Jahr wieder intensiv für ein qualitativ und quantitativ hochwertiges Integrationskursangebot einsetzen“, betonte Staatsministerin Böhmer.

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