Erdogan: Die Türkei ist kein Bittsteller mehr

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Gegner eines EU-Beitritts der Türkei gewarnt. Sein Land werde nicht ewig still sitzend vor der Tür der Europäischen Union warten.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die Gegner eines EU-Beitritts der Türkei gewarnt. Sein Land werde nicht ewig still sitzend vor der Tür der Europäischen Union warten.

Die Türkei könne der EU auf Grund seiner politischen Stabilität, seines rasanten wirtschaftlichen Wachstums, aber auch wegen seiner immer größer werdenden Rolle in der Weltpolitik eine Menge bieten. „Unsere europäischen Freunde sollten erkennen, dass sich die Türkei-EU-Beziehungen schnell einem Wendepunkt nähert“, mahnt Erdogan.

In den letzten Wellen der Erweiterung habe die EU relativ kleine Länder mit schwachen Volkswirtschaften aufgenommen, um ihr Wirtschaftswachstum anzukurbeln, ihre Demokratien zu konsolidieren und ihnen letztlich Unterschlupfzu gewähren. „Im Gegensatz zu diesen Staaten ist die Türkei ein regionaler wie internationaler Akteur mit einer wachsenden Palette von Soft Power und einer robusten, ansehnlichen Wirtschaft. Und dennoch, die Tatsache, dass die Türkei einer Ausgrenzung standhalten könnte, sollte wiederum kein Grund sein sie nicht aufzunehmen.“ Manchmal frage er sich, ob vielleicht sogar die Macht der Türkei ein Hinderniss im Beitrittsverfahren sei. Wenn dem so wäre, so müsse er sich jedoch auch fragen, ob dieses Verfahren auf strategischen Überlegungen der EU beruhe.

Die Beitrittsverhandlungen starteten bereits 2005. Sind aber seither schwer ins Stocken geraten. 35 Kapitel gibt es in den Gesprächen abzuarbeiten. Nur ein Bruchteil ist bisher geschafft. „Es ist mehr als ein halbes Jahrhundert her seit die Türkei zum ersten Mal an die Tür Europas klopfte“, so der Ministerpräsident weiter. Damals sei es allein um wirtschaftliche Interessen gegangen. „Die Türkei von heute ist anders „, stellt er heraus. „Wir sind kein Land mehr, das wie ein Bittsteller an der EU-Tür wartet.“

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