Ein alternatives Internet für Ägypten

Ägyptische Demonstranten, die der Abschaltung von Internet- und Mobilfunknetzen trotzen wollen, erhalten nun Unterstützung. Ausländische Firmen und Organisationen arbeiten daran, der ägyptischen Bevölkerung alternative Wege ins Netz zu ebnen. Das Vorhaben ist nicht ganz ungefährlich.

Der US-Konzern habe laut fr-online.de einen Weg gefunden, die Ägypter auch ohne Internetverbindung twittern zu lassen. Speak-to-tweet wird der Ansatz genannt.

Die Funktionsweise ist entsprechend einfach: „Wer eine Botschaft über Twitter absetzen möchte, kann eine von derzeit drei internationalen Telefonnummern wählen und dort eine Nachricht auf eine Art Anrufbeantworter sprechen.“ Im nächsten Schritt erstellt Googles Service einen Link, über den man sich diese Nachricht anhören könne. Danach veröffentlicht Google diesen Link automatisch auf twitter.com/speak2tweet. Wer einen Internetanschluss besitzt, könne sich die Botschaften im Browser anhören. Wer offline sei, könne dieselben Nummern anrufen und sich die Aufnahmen am Telefon anhören.

„Wir schauen gerade, ob es möglich ist, auch eine lokale Nummer in Ägypten zu bekommen“, sagte Kay Oberbeck, Google-Sprecher für Deutschland, Österreich und die Schweiz, gegenüber der Frankfurter Rundschau. Das Unternehmen ist der Überzeugung, dass der Zugang zu Informationen ein fundamentales Recht sei, egal ob in China oder in Ägypten. Zwar betont Oberbeck, sei dies „keine Einmalaktion“. Ob Google diesen Weg allerdings im Falle weiterer Krisen in anderen Ländern noch einmal gehe, ließ er offen.

In Anbetracht möglicher Ausspionierungen durch das Regime rät er zudem: „Die Nutzer von „Speak to tweet“ sollten die gleiche Vorsicht walten lassen wie allen anderen Anrufen ins Ausland auch.“

Mehr unter: fr-online.de

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