Kairo: Marsch der Millionen

Hunderttausende haben sich am Dienstag in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eingefunden, um gemeinsam gegen Staatschef Hosni Mubarack zu demonstrieren. Mit Hilfe einer landesweiten Mobilisierung der Bevölkerung will die Opposition den Präsidenten in die Knie zwingen.

„Die Stimmung in Kairo am von der Opposition ausgerufenen Tag der Entscheidung für Ägypten ist sehr optimistisch“, berichtet Christoph Burgmer im Deutschlandradio Kultur. Die Oppositionsbewegung habe den sogenannten Marsch der Millionen und einen Generalstreik angekündigt und vorbereitet. Vor der Großkundgebung seien alle Straßen, die in die Hauptstadt führten, gesperrt worden. Der öffentliche Nahverkehr wurde eingestellt.

Unterdessen rechnet der Publizist Peter Scholl-Latour damit, dass Mubarak recht bald die Macht abgeben werde. Der Experte erwartet nach dessen Ablösung jedoch keine Radikalisierung des Landes. „In seinem Post-Mubarak-Szenario spielt Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei bestenfalls eine kurze Rolle, während die zurzeit noch abwartende Muslimbruderschaft aus seiner Sicht Chancen hat, die tiefgläubige islamische Landbevölkerung zu repräsentieren“, heißt es weiter.

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