Mubarak will keine weitere Amtszeit

Mohamed ElBaradei stellt Mubarak ein Ultimatum und auch Barack Obama entzieht dem ägyptischen Präsidenten die Unterstützung. Zehntausende wollen in der Nacht auf dem Tahrir-Platz ausharren, bis der Präsident ihrer Forderung nachkommt und zurücktritt. Doch Mubarak zeigt sich in einer Rede uneinsichtig - und lehnt einen Rücktritt weiter ab.

Wenn Mubarak dachte, mit seiner Rede die Wogen glätten und die Massen beruhigen zu können, dann hat er sich geirrt: „Verschwinde, verschwinde“, rufen Tausende Menschen auf dem Tahrir-Platz. „Die Geschichte wird mein Richter sein“, sagte Mubarak in seiner Rede. Es scheint, als könnte er schneller Teil der Geschichte werden, als ihm lieb ist.

„Ägypten muss sich entscheiden zwischen Stabilität und Chaos“ – so lautete Mubaraks Botschaft. Die Proteste seien von politischen Kräften manipuliert worden. Er selbst habe viele Maßnahmen eingeleitet, um dem Willen des Volkes gerecht zu werden. In den wenigen Monaten, die ihm in seiner Regierungszeit noch blieben, wolle er hart arbeiten dafür, dass im September eine neue Phase beginnen könne. Bei der Wahl werde er nicht mehr antreten. Aber – das Wichtigste für die Hunderttausenden Demonstranten – an einen Rücktritt denkt Mubarak nicht.

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