Obama drängt Mubarak zum Rücktritt

US-Präsident Barack Obama hat Ägyptens Präsidenten Husni Mubarak in einem persönlichen Gespräch gedrängt, sofort den Weg zur Demokratie freizumachen. «Ein geordneter Übergang muss bedeutungsvoll sein, muss friedlich sein und muss jetzt beginnen», sagte Obama in Washington.

Der US-Präsident habe diese Forderung in einem persönlichen Telefonat mit Mubarak nach dessen TV-Rede verdeutlicht. „Er erkannte an, dass der gegenwärtige Zustand nicht aufrechterhalten werden kann.“

Barack Obama sagte zwar nicht direkt, ob Mubarak sich umgehend von der Regierungsspitze zurückziehen müsse, aber laut einem Bericht der „Washington Post“ würde es die amerikanische Regierung vorziehen, wenn der Ägypter die Macht schon vor den angekündigten Wahlen im kommenden September an eine Interimsregierung abgeben würde.

Unterdessen lobte Obama das ägyptische Militär ausdrücklich dafür, sich während der Massenproteste professionell und patriotisch verhalten zu haben. Er forderte es nachdrücklich auf, sich auch weiterhin für einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen einzusetzen.

Daneben stellte Obama heraus, dass bei der Vorbereitung freier und fairer Wahlen gewährleistet sein müsse, dass verschiedene Stimmen und Oppositionsgruppen zu Wort kämen.

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