Zehntausende demonstrieren nun auch im Jemen

Während der Aufruhr in Ägypten weiter voranschreitet, sind nun auch in Sanaa Zehntausende Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih auf die Straße gegangen. Dieser mobilisiert, Medienberichten zu Folge, gerade seine Anhänger. Auf Spruchbändern forderten die Regierungsgegner einen Führungswechsel und demokratische Reformen.

An zwei Stellen in Jemens Hauptstadt Sanaa haben jeweils mehr als 20.000 Menschen gegen das Staatsoberhaupt demonstriert. Ihnen gegenüber hätten allerdinges etwa genauso viele Anhänger des Regimes gestanden. Rufen wie „Das Volk will einen Regime-Wechsel“ oder „Nein zur Korruption, Nein zur Diktatur!“ wurden Parolen wie „Ja zum Präsidenten, Nein zum Chaos!“ entgegengesetzt.

Ursprünglich habe die Opposition am „Tag des Zorns“ auf dem zentralen Tahrir-Platz demonstrieren wollen, der den gleichen Namen trägt wie der Ort der Proteste in Ägyptens Hauptstadt Kairo. Nachdem die Regierungsanhänger den Platz aber in den frühen Morgenstunden besetzt hatten, verlegte die Opposition die Demonstration, offenbar um Zusammenstöße wie in Kairo zu vermeiden. Zu den Protesten wurden im Laufe des Tages Hunderttausende Teilnehmer erwartet.

„Die Proteste im Jemen orientierten sich an den Demonstrationen in Ägypten“, heißt es weiter. Bereits vor einer Woche seien Tausende Jemeniten gegen Staatschef Salih auf die Straße gegangen. Unter dem Druck der Proteste habe Salih am Mittwoch angekündigt, nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Eine Erbfolge schloss er ebenfalls aus. Der Präsident ist bereits seit mehr als 32 Jahren an der Macht. Seine derzeitige Amtszeit läuft regulär im Jahr 2013 aus.

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