Erdogan: Die ägyptische Regierung ist unfähig

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan rät Ägyptens Präsident Hosni Mubarak lieber heute als morgen mit dem Wandel zu beginnen. Im Zuge seiner Ankündigung, erst im kommenden September abzutreten, vertritt Erdogan die Auffassung, die Bürger Ägyptens würden derzeit nach einem radikaleren Schritt verlangen.

„Es ist sehr wichtig diese Zeitspanne mit Hilfe einer Übergangsregierung zu meistern“, so Erdogang, der herausstellt: „Die Menschen haben von Mubarak einen ganz anderen Schritt erwartet.“ Bis spät in die Nacht habe er die Geschehnisse in Kairo am Fernsehschirm verfolgt. Für ihn erscheint es so, als wären die Bürger vor Ort nicht eher zufrieden bis der Staatschef das Handtuch werfen würde.

In einer TV-Ansprache hat der über 80-Jährige lediglich angekündigt, im kommenden September nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Erdogan ist anderer Meinung: „Ich denke, der Übergangsprozess sollte jetzt beginnen und seine Richtung wie auch der Zeitplan bekanntgegeben werden.“ Ohne einen Zeitplan, ist er überzeugt, wären die Demonstranten nicht zu beruhigen. Aus seiner Abneigung gegenüber der ägyptischen Regierung macht er keinen Hehl. Er wies darauf hin, dass die amtierende Regierung unfähig und nicht vertrauenswürdig sei, um die Demokratie in kürzester Zeit wieder wirken zulassen.

Erdogan, der sich gerade auf einem zweitägigen Staatsbesuch in Kirgisistan befindet, sieht sich jedoch nicht in der Position einzuschreiten. Bewegung in die Sache müsste von Seiten der ägyptischen Parteien und politischen Führungskräfte kommen.

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