Mubarak gibt sich "besorgt"

In einem Interview mit dem US-Sender ABC erklärt Ägyptens Staatschef Hosni Mubarak noch einmal seine grundsätzliche Bereitschaft zu einem Rücktritt. Gleichzeitig räumt er ein: "Aber wenn ich heute zurücktrete, wird Chaos ausbrechen". Seine Sorge gelte vor allem seinem Land. Die Gewaltexzesse in Kairo bedauere er sehr.

Das Gespräch mit ABC-Journalistin Christiane Amanpour fand am Donnerstagabend im Präsidentenpalast in Kairo statt. Hier hält sich der 82-Jährige derzeit mit seiner Familie auf. Darunter auch sein Sohn Gamal. Eine Erbfolge schloss er aus. Er bekräftigte: „Ich war sehr unglücklich darüber, was gestern geschehen ist. Ich möchte nicht, dass Ägypter gegen Ägypter kämpfen.“

Bezüglich der Reaktion von US-Präsident Barack Obama äußerte Mubarak: „Er versteht die ägyptische Kultur nicht und auch nicht, was geschehen würde, wenn ich jetzt gehe.“

Unterdessen appellierte der neue Vize-Präsident Omar Suleiman an die Demonstranten, nach Hause zu gehen, um weitere Schäden ander ägyptischen Wirtschaft zu vermeiden und die Reformgespräche beginnen zu lassen. Wie der Gesundheitsminister Ahmed Samih Farid mitteilte seien während der blutigen Auseinandersetzungen mittlerweile acht Menschen gestorben und nahezu 900 verletzt worden.

Mehr: The Wall Street Journal

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