Tahrir: Das Freitagsgebet wird zum Massenprotest

Am Tag nach der TV-Ansprache des ägyptischen Präsidenten Mubarak ist die Enttäuschung über seine Entscheidung, nun doch nicht zurückzutreten, ungebrochen. Die Opposition versucht ein weiteres Mal die Menschen zu mobilisieren. Unterdessen gibt die Armee eine Garantie für einen Reformprozess ab.

Augenzeugen befürchten, dass die Demonstrationen am Freitag einen neuen Höhepunkt erreichen könnten. So seien am 18. Tag der Proteste eine ganze Reihe von Sternmärschen von verschiedenen Punkten Kairos in Richtung Tahrir-Platz geplant.

Unterdessen gab auch das Militär eine Erklärung ab. Zum zweiten Mal hat sich das Oberkommando an das Volk gewandt, um die Bevölkerung darauf zu drängen, wieder zur Arbeit zu gehen und zum Alltag zurück zu kehren. Das Statement, das im Staatsfernsehen ausgestrahlt wurde, beinhaltete auch eine Garantie, den Reformprozess zu stützen. Es wurde angekündigt, den Weg zu freien und fairen Wahlen und zu einer demokratischen Gesellschaft zu sichern.

Die Protestbewegung hatte jedoch gehofft, das Militär würde einen präzisen Zeitplan für die Machtübergabe Mubaraks vorstellen. Von einem sofortigen Rücktritt Mubaraks war dann aber nicht die Rede. Stattdessen wird von den Generälen jetzt der Reformkurs des Präsidenten unterstützt. Der seit Jahrzehnten geltende Ausnahmezustand werde aufgehoben, aber erst sobald es die Situation erlaube, hieß es in der Ansprache weiter. Darüber hinaus wurde erklärt, dass Demonstranten, die sich gegen das Regime auflehnen, im Nachhinein nicht verfolgt würden.

Mehr unter: New York Times, BBC News

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