Gaddafi will Märtyrer werden

Erneut ist der lybische Diktator vor die Kameras getreten. Er schrie und tobte, und kündigte an, als Märtyrer sterben zu wollen.

Der libysche Staatschef Gaddafi will den Kampf gegen die Demonstranten in seinem Land unerbittlich fortführen und notfalls als «Märtyrer» sterben. In seinem zweiten öffentlichen Fernsehauftritt seit Beginn der Unruhen schrie Gaddafi am Dienstag stellenweise vor Wut. Völlig zusammenhanglos griff er in einem Satz die Amerikaner an, sprach im nächsten von den Demonstranten als «Verrätern», von einer «kleinen Gruppe kranker Aussenseiter», und appellierte an seine Anhänger, die Strassen zurückzuerobern.

Die lange Rede, offenbar vor seiner in den 1980-er Jahren von den Amerikanern ausgebombten Residenz in der Hauptstadt Tripolis, wurde von dem amerikanischen Fernsehsender CNN übertragen. (hier zum Video)

Gaddafi versprach den Libyern eine Reihe von nicht näher definierten Reformen. Die lokale Selbstverwaltung solle ausgebaut werden. «Morgen bauen wir eine neue Jamahirija.» Mit dieser arabischen Wortschöpfung bezeichnet Gaddafi die «Herrschaft durch das Volk.» Seine Rede beendete er mit den Worten «Revolution, Revolution».

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