Demonstranten enttäuscht

Tausende hatten sich am Dienstag Abend auf dem Tahrir-Platz in Kairo versammelt, um dort der mit Spannung erwarteten TV-Ansprache von Staatschef Hosni Mubarak zu folgen. "Das ist nicht das, was wir erwartet haben", sagt eine junge Frau hinterher enttäuscht in die Kamera eines Al Jazeera-Reporters.

Über diverse Fernsehgeräte konnten die Protestierenden den Worten Mubaraks lauschen. Doch seine Ankündigung, das Feld erst im kommenden September räumen zu wollen, genügt ihnen nicht. Sie kündigten an auf dem Platz zu bleiben, bis der Präsident zurücktritt.

In der nordägyptischen Hafenstadt Alexandria gingen Anhänger und Gegner von Staatschef Husni Mubarak aufeinander los, heißt es hierzu auf focus.de. Mubarak-Anhänger hätten nach der Rede des Präsidenten am Dienstagabend Demonstranten der Opposition mit Stöcken und Messern angegriffen. Dabei riefen sie „Mubarak wir lieben dich“. Die Menge sei in Panik geraten, die Armee habe Warnschüsse abgefeuert.

Auf dem Tahrir-Platz in Kairo blieb die Lage derweil ruhiger. Die Menschen quittierten Rede Mubaraks mit Buh-Rufen. „Der Präsident ist dickköpfig, aber wir sind dickköpfiger“, habe ein Anführer in ein Megaphon gerufen. „Wir werden den Platz nicht verlassen.“ Mit Sprechchören forderte die Menge Mubarak auf, nach drei Jahrzehnten an der Macht abzudanken.

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