Soldaten drängen Schlägertrupps zurück

Knüppelschläge, Steinwürfe, Molotow-Cocktails: Demonstranten und Regimetreue bekämpfen sich auf Kairos Tahrir-Platz. Am Mittag greift jetzt das Militär ein. Soldaten drängen die verfeindeten Gruppen auseinander. Laut Augenzeugen sind mehrere Ausländer festgenommen worden. Unterdessen räumen viele Medien in der Nähe ihre Büros.

Die Lage auf dem Tahrir-Platz spitzt sich am Donnerstag immer mehr zu. Viele Reporter äußerten sich besorgt über die Sicherheitslage vor Ort. So sei ein französisches Fernsehteam von Mubarak-Anhängern auseinandergetrieben worden. Ein weiterer Journalist wurde mit einem Messer am Hals bedroht.

Seit etwa 12.30 Uhr hält sich nun auch die Armee nicht mehr völlig zurück. So hätten Soldaten Mubarak-Anhänger von einer Gruppe von Regierungsgegnern zurückgedrängt. Reuter, so heißt es, zitiere einen Augenzeugen, der berichtet, ein Panzer habe seinen Geschützturm auf die Mubarak-Unterstützer gerichtet, als diese Steine Richtung Demonstranten warfen. „Der Panzer sei auf die Regierungstreuen zugefahren, begleitet von Fußsoldaten, die die Männer zurückdrängten.“

Mittlerweile haben die Demonstranten Barrikaden aus Wellblech aufgebaut. Mehrere Ausländer seien abgeführt worden. Dann heißt es weiter: „Laut der Nachrichtenagentur Associated Press treibt die Armee Journalisten zusammen, möglicherweise zu ihrem eigenen Schutz. Eine Gruppe Berichterstatter werde von ägyptischen Soldaten festgehalten, nachdem sie von Mubarak-Unterstützern attackiert wurden.“ Derweil hätten die Demonstranten ein Warnsystem für den Tahrir-Platz entwickelt. Wenn Mubarak-Anhänger sich dem Platz näherten, würden Wachmänner laut auf die Panzer klopfen und Metallstücke gegeneinander schlagen, um die Oppositionellen zu warnen.

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