Ägyptens Muslimbrüder drohen mit Rückzug aus Gesprächen

Die Muslimbrüder in Ägypten haben damit gedroht, sich aus den erst am Wochenende begonnenen Gesprächen mit der Regierung zurückzuziehen.

Je nach Ergebnis werde die verbotene, islamistische Oppositionsgruppe in dem arabischen Land ihr weiteres Vorgehen besprechen, sagte Essam al-Erian von der Bruderschaft der Nachrichtenagentur Reuters. „Einige unserer Forderungen wurden erfüllt, aber auf unsere wichtigste Forderung, den Abgang Mubaraks, wurde nicht eingegangen.“

Staatschef Husni Mubarak macht weiterhin keine Anstalten, sein Amt vor der Präsidentenwahl im September zu räumen. Bei den Gesprächen zwischen Opposition und Regierung, die nach zwei Wochen teils gewaltsamen Protesten aufgenommen wurden, ging es um weitere Schritte zur Demokratisierung. Es gab jedoch nach Darstellung der Opposition kaum konkrete Vereinbarungen. Die von Vizepräsident Omar Suleiman geführte Regierungsdelegation habe zwar gute Absichten bekundet, es aber an ernsthaften Veränderungen fehlen lassen, hatte Abdel Monem Abul Fotuh von den Muslim-Brüdern kritisiert. Für Dienstag und Freitag haben Mubarak-Gegner zu weiteren Massenprotesten gegen den seit drei Jahrzehnten autokratisch regierenden Präsidenten aufgerufen.

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