Pinar Selek ist frei

Ein Schwurgericht in Istanbul hat vorläufig einen früheren Freispruch für Pinar Selek bekräftigt. Es widersprach damit dem Obersten Berufungsgericht in Ankara, das eine Verurteilung der Angeklagten wegen siebenfachen Mordes verlangt hatte. Das endgültige Urteil steht aus, die Prognosen sind jedoch gut.

Die Soziologin Pinar Selek lebt in Berlin, in der Türkei drohte ihr aber eine lebenslange Haftstrafe. Selek hatte 1998 in der Türkei nach den Ursachen des Kurdenkonflikts geforscht, als es in der Istanbuler Altstadt eine Explosion gab, der sieben Menschen zum Opfer fielen. Die Behörden vermuteten hinter der Explosion einen Bombenanschlag der kurdischen PKK. Selek wurde mit der Tat in Verbindung gebracht. Stichhaltige Beweise gab es nicht. Dennoch stand Pinar Selek schon mehrfach vor Gericht. Mehr dazu unter www.tagesschau.de

Heute wurde sie faktisch freigesprochen.
Bei den über 30 angereisten internationalen Unterstützern war die Erleichterung so groß, dass sie spontan in Jubel ausbrachen. Die grosse internationale Unterstützung von Menschenrechtsaktivisten, Schriftstellervereinigung P.E.N. und Politikern verschiedenster Parteien hatte offensichtlich zu einem Einsehen geführt. Das Feministischen Netzwerk Amargi hatte die Prozessbeobachtung organisiert.

Am 22. Juni diesen Jahres wird das endgültige Urteil gesprochen werden, die Prognose ist jedoch positiv, da das Gericht auf dem Freispruch für Pinar Selek bestand. Es bleibt zu hoffen, dass die Staatsanwaltschaft die Anklage fallen lässt und den bisherigen Freispruch akzeptiert.

Mehr dazu unter www.spdfraktion.de

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