Tunesien blockiert Weg nach Italien

Nachdem in den vergangenen Tagen bis zu 5000 Menschen aus Tunesien in Richtung Italien geflüchtet sind, hat die Übergangsregierung des nordafrikanischen Landes nun mögliche Fluchtwege auf die kleine Insel Lampedusa blockieren lassen.

Bereits am Wochenende seien mehrere Überfahrten durch die Armee und mit Unterstützung der Nationalgarde und von Fischern unterbunden worden. Dennoch spitzt sich die Lage immer mehr zu. Kontrollpunkten in den Häfen von Gabès, Zarsis und Zarat sowie die Abriegelung der gesamten Küstenregion Gabès sollen nun zur Entspannung der Situation <a href=“http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,745536,00.html“>beitragen</a>.
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Weiterhin lehnt die tunesische Regierung eine Einmischung der Italiener in ihre inneren Angelegenheiten ab. Am Montag wiederholte Maroni seine Forderung vom Sonntag: Der Einsatz italienischer Polizisten sei in seinen Augen „der einzige Weg“, die Flucht der Menschen zu unterbinden.

Unterdessen sind zu Wochenbeginn keine neuen Boote mehr auf der 20 Quadratkilometer kleinen Insel eingetroffen. Am Abend will der italienische Außenminister Franco Frattini in Tunesien zu Gesprächen mit dem Übergangsministerpräsidenten Mohamed Ghannouchi zusammentreffen.

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