Türkei wird Zentrum des politischen Erwachens

In Anbetracht der Umstürze und immer noch anhaltenden Proteste in der arabischen Welt, vertreten einige Experten die Auffassung, dass die Türkei künftig zu einer Hauptquelle der Inspiration für diese Staaten werden könnte. In ihren Augen hat die Türkei das Potential zu einem Zentrum des politischen Erwachens in dieser Region aufzusteigen.

Wohlwollend seien in der arabischen Welt vor allem die unermüdlichen Mahnungen des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Richtung des ehemaligen ägyptischen Staatsschefs Hosni Mubarak aufgenommen worden, endlich zurück zu treten.

Zwar sei unklar, welche Richtung die Türkei langfristig einschlagen werde. Dennoch gilt das Land als ausgesprochenes Vorbildmodell für den Nahen Osten, was die Umsetzung von Demokratie anbelangt.

Nach Einschätzung von Mustafa el-Labbad, von dem in Kairo ansässigen Al-Sharq Zentrum für Regionale und Strategische Studien (SCRSS) werde die Bedeutung der Türkei innerhalb der regionalen Mächte nun weiter ansteigen. Nach der ägyptischen Revolution sei die Türkei als die älteste Anwaltin von so grundlegenden Werten wie Menschenrechte und Demokratie anzusehen. Daher sei es auch nicht schwer abschätzen, dass die Türkei künftig die zentrale Quelle der politischens Erwachen in der Region werden wird.

Mit Blick auf die jetzige militärlische Führung ist es für den ägyptische Experten schwer absehbar, wie die konkreten Entwicklungen aussehen werden. Die Armee solle beweisen, dass sie auch weiterhin eine demokratische Haltung vertrete und auch nach dem Sturz Mubaraks hinter dem Volk stehe, so al-Labbad. Der Experte rechnet damit, dass im Laufe des nun anstehenden Demokratisierungsprozesses nicht nur die Muslimbruderschaft, sondern auch die liberalen und linksgerichteten Parteien des Landes erstarken werden.

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