Staatschef Muammar al-Ghadhafi schießt auf sein Volk

Nachdem die Aufstände zuletzt die Haupstadt Tripolis erreichten, scheint die Lage in Libyen nun zu eskalieren. Über Amateur-Videos dringt das Ausmaß der Gewalt an die Weltöffentlichkeit. Die Zahl der Toten soll Augenzeugen zu Folge mittlerweile in die Hunderte gehen.

„Ich kann nicht glauben, was gerade in Libyen geschieht“ ist am Sonntag auf der Facebook-Seite „We are all Khaled Said“ zu lesen. Für den Administrator istMuammar al-Ghadhafi mittlerweile zu einem ausgewiesenen Massenmörder geworden, der auf sein eigenes Volk schießt. Sobald wie möglich sollte er seiner Meinung nach in  Den Haag vor Gericht gestellt werden. „Berichte sagen, die Zahl der Todesopfer könnte nun 500 erreicht haben. Krankenhäuser sind nicht in der Lage die Verletzungen zu behandeln, vor allem im Beighazi & Musrata.“ Für den Facebooker ist klar: „Gaddafi, begeht einen Genozid an seinem eigenen Volk.“

Dominic Kane von BBC Arabia bestätigt die Situation. Der Sender zeigt Amateuraufnahmen der jüngsten Proteste, die in mehreren Teilen Libyens ausgebrochen sind. Darunter Berichte, dass Truppen das Feuer auf Anti-Regierungs-Demonstranten in der Stadt Benghazi eröffnet haben.

Unterdessen laufen in Kairo erste Hilfsvorbereitungen für Libyen an. Wie „We are all Khaled Said“ weiter berichtet, werde ein Konvoi aus Kairo am heutigen Sonntag gegen 4 Uhr Kurs auf Libyen nehmen. „Der Konvoi bringt medizinische Versorgung und das Nötigste zu unseren Brüdern und Schwestern in Libyen“, so der Administrator weiter. Am frühen Nachmittag gegen 13.30 Uhr fand eine Versammlung in Rabi’a Aladaweya Moschee in Nasr City statt. „Wenn jemand helfen will, ruft bitte: 0109999208 oder von außerhalb Ägypten: 20109999208 an.“

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