Arzt berichtet von 200 Toten in Libyen

In Libyen geht das Regime mit äußerster Brutalität gegen Demonstranten vor.

Bei den Protesten gegen Ghadhafi sind nach Angaben eines Spitalsarztes aus Benghasi in den vergangenen Tagen mindestens 200 Demonstranten getötet worden. Die Leichen seien in seiner Klinik eingeliefert worden, sagte der Arzt, der namentlich nicht genannt werden wollte. Augenzeugen berichteten, am Samstag hätten Sondereinsatzkräfte, Söldner und Anhänger Gaddafis Demonstranten mit Messern, Sturmgewehren und grosskalibrigen Waffen verfolgt.

Beobachter berichten außerdem davon, dass Scharfschützen gezielt in die Menschenmenge geschossen hätten.

Andere Ärzte berichten von der Ermordung eines Menschen bei einem Trauermarsch, außerdem seien mindestens weiter 14 durch Schüsse verletzt worden.

Zuvor war berichtet worden, dass sich Hunderte von Menschen zu neuen Protesten vor einem Gerichtsgebäude in Benghasi versammelt hatten. Sie forderten den Sturz von Ghadhafi.

Am Samstag hatten Spezialeinheiten nach Spitalangaben mindestens 15 Personen getötet, die eine Trauerfeier für 35 tags zuvor getötete Regierungsgegner auf einem Platz in Bengasi besucht hatten.

Ofenbar um die Regierungsgegner an Verabredungen zu weiteren Protestaktionen zu hindern, wurde das Internet am Samstag kurz vor Mitternacht erneut abgeschaltet, wie die amerikanische IT-Sicherheitsfirma Arbor Networks mitteilte. Bereits am frühen Samstagmorgen war der Internetbetrieb unterbrochen worden.

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