Berlinale 2011: Asghar Farhadi und seine Filmcrew räumen ab

Sieger der 61. Berlinale ist das iranische Drama "Nader und Simin - A Separation“. Auf der anschließenden Pressekonferenz lobten die Darsteller und Darstellerinnen den Regisseur Asghar Farhadi. Er sei ein sehr erfolgreicher Regisseur, der die Schauspieler führen und ihnen ein gutes Gefühl vermitteln kann.

Insgesamt sechs Preise gingen an die Iraner

Die junge Darstellerin und Tochter des Filmemachers, Sarina Farhadi lobte die Arbeit mit ihrem Vater: „Ich habe Theater studiert und bin als Schauspielerin ausgebildet. Mein Vater ist als Regisseur sehr ernst und ich hatte damit keinerlei Probleme, denn mir war auch bewusst, dass ich mit einem führenden Regisseur arbeite.“ Ihre Kollegin, Sareh Bayat fügte hinzu, dass Asghar Farhadi mit ihnen sehr lange geübt habe. Den Damen schloss sich die übrige Crew an.

„Als wir den Preis bekamen, da dachte ich an einen Italienischen Dichter der einst sagte, es ist erst eine gute Arbeit, wenn sie wirklich gut gemacht wurde. Die Jury lobte uns für diese Gruppenarbeit  und belohnte uns großzügig mit mehreren Auszeichnungen“, beschreibt Babak Karimi seine Emotionen während der Verleihung.

„Ich werde in Zukunft dafür sorgen noch bessere Filme zu machen“

Als schließlich der Gewinner des Goldenen Bären, Asghar Farhadi selbst den Raum betrat, tobte der Saal. „Es ist ein sehr wichtiger Preis für mich und für meinem Land. Die Zuschauer der ganzen Welt schauten zu und es bedeutet sehr viel. Ich werde in Zukunft dafür sorgen noch bessere Filme zu machen“, so der Filmemacher zur Wichtigkeit dieses Preises für ihn und zur Bedeutung dessen für die Zukunft des Irans.

Trotz viel Glanz und Glamour gab es jedoch auch kritische Fragen zu seinem Schaffen. So wollte etwa eine iranische Journalistin wissen, warum er nichts gegen das iranische Regime gesagt habe und warum er sich als Filmemacher nicht für die gefangenen Iraner einsetzte. Sie wisse, er sei kein Politiker, hätte jedoch als Filmemacher die Möglichkeiten dazu gehabt, als er die Dankesrede hielt. Warum tat er dies nicht?

Die Filmsprache versteht die ganze Welt

Farhadi erwiderte hierauf: „Es gab Zwei Möglichkeiten eine Rede zu halten. Entweder seine Meinung sagen und nie wieder Filme machen dürfen oder viel sagen und weiterhin Filme drehen. Ich habe mich dafür entschieden lieber viele Aussagen in meinen Filmen zu machen. Denn der Film ist die bessere Sprache, eine höhere Sprache, die die ganze Welt versteht.“

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