Guttenberg: Rücktritt

Um kurz nach 11.15 Uhr ist Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg von allen Ämtern zurückgetreten. Als Gründe nannte er nicht nur die Plagiats-Affäre, sondern auch die mangelnde Fähigkeit eigenen Ansprüchen zu genügen.

Ist er wirklich verloren oder nur ein paar Jahre auf Tauchstation? Politikberater Hans-Hermann Tiedje mochte sich im Rahmen einer Sendung auf n-tv kurz vor der Erklärung Karl-Theodors zu Guttenberg nicht festlegen. Sicher war für ihn jedoch: Er kommt wieder.

Im Bundesverteidigungsministerium war der Verteidigungsminister unterdessen vor die Presse getreten. Live-Kameras waren nicht zugelassen.

Journalisten berichten nun, er habe die Kanzlerin um seine Entlassung gebeten. Im Wortlaut: “Ich habe in einem sehr freundschaftlichen Gespräch die Frau Bundeskanzlerin informiert, dass ich mich von meinen politischen Ämtern zurückziehe.”

Gründe hierfür seien allerdings nicht nur in der Plagiatsaffäre zu suchen. Vielmehr habe er seinen eigenen Ansprüchen nicht genügen können. Zu Guttenberg erklärte darüber hinaus: “Wenn es auf dem Rücken der Soldaten nur noch um meine Person gehen soll, kann ich das nicht mehr verantworten.” Die enorme Wucht der medialen Betrachtung seiner Person sei nicht ohne Wirkung auf ihn und seiner Familie geblieben.

Er kritisiert die “dramatische Verschiebung” der medialen Aufmerksamkeit weg von seinen eigentlich Aufgaben. Augenzeugen zu folge machte er einen sehr angeschlagenen Eindruck. Es sei der schmerzlichste Schritt seines Lebens gewesen. Er betont: „Ich war immer bereit zu kämpfen, habe aber die Grenzen meiner Kräfte erreicht.“

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