"Herr Yatkin ist nicht in der Lage, die Türken in Deutschland zu vertreten"

Ende vergangener Woche hat sich in Berlin ein "Zentralrat der Türken" gegründet. Bekir Yilmaz, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde zu Berlin, verurteilt diesen Schritt scharf. Er stößt sich vor allem an Gründer Taciddin Yatkin.

Bekir Yilmaz erklärt auf Nachfrage der Deutsch Türkischen Nachrichten, ob er die Auffassung Yatkins teilt, die Interessen der Türken in Deutschland würden nicht ausreichend vertreten: „Herr Yatkin war vier Jahre Vize-Präsident der TGB. Später sechs Jahre Präsident der TGB. Wenn er der Meinung ist, die Türken werden nicht ausreichend vertreten, so kommt die Frage auf, was er in zehn Jahren getan hat? So kann man auch Schlüsse für die Zukunft ziehen: Herr Yatkin ist nicht in der Lage, die Türken in Deutschland zu vertreten.“

Yilmaz erinnert im Zuge dessen an das Jubiläum 50 Jahre Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei: „1961 kamen kräftige Menschen aus allen Teilen der Türkei nach Deutschland, um hier zu arbeiten. Die Menschen wurden danach ausgesucht, ob sie Gesund und kräftig waren. Es war nicht wichtig, welche Bildung oder Ausbildung sie hatten. Nach 50 Jahren sind über 70.000 Unternehmen, 30.000 Studierende, Künstler, Sänger, Ärzte, Anwälte u.v.m. ist entstanden. Es ist nicht einfach, die Defizite der Vergangenheit so schnell aus der Welt zu schaffen, aber die Türkische Community arbeitet sehr intensiv daran. Die Bemühungen der Community dürfen nicht durch pauschal Aussagen kaputt gemacht werden.“

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