Forderung nach Flugverbotszone wird lauter

In Anbetracht der in den letzten Tagen wieder erstarkten Gaddafi-treue Kräfte fordert Mustafa Abd al-Jalil, Chef der oppositionellen libyschen Gegenregierung, von der internationalen Gemeinschaft dringend die Einrichtung einer Flugverbotszone. Den Einsatz von ausländischen Bodentruppen lehnt er jedoch ab.

Auch am Mittwoch gingen die erbitterten Kämpfe in Libyen weiter. Mittlerweile, so heißt es, sei die Stadt Az Zawiya wieder unter Kontrolle der Armee. Auf den Ölhafen Ras Lanuf haben es neue Bombenangriffe gegeben. Nächstes Ziel der Gaddafi-Offensive soll nun das 150 Kilometer entfernte Misrata sein.

Die Internationale Gemeinschaft nun offenbar nicht länger zusehen. Am Donnerstag treffen sich NATO und EU, um über weitere Möglichkeiten Druck auf den Staatschef auszuüben zu beraten. Auch hier steht, neben einer gemeinsamen Rücktrittsforderung, noch immer die Option einer Flugverbotszone zur Debatte. Darüber hinaus wird über konkrete Hilfsmaßnahmen gesprochen.

Unterdessen ist am Mittwoch ein Vertrauter des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi in Lissabon mit Portugals Außenminister Luis Amado zusammengetroffen. Das „informelle Treffen“ habe, so heißt es, auf Antrag der libyschen Regierung in einem Hotel der Hauptstadt stattgefunden. Anberaumt ist darüber hinaus ein Treffen des stellvertretenden griechischen Außenministers und des Generalsekretärs. So berichtet Al Jazeera. Auch hierüber sei die EU-Außenbeauftragte, Catherine Ashton informiert worden.

In der Zwischenzeit berichtet BBC Arabic, dass bereits am Montag drei Leute des eigenen Teams zehn Kilometer südlich von Az Zawiya festgenommen wurden. Die Journalisten berichten, dass sie massiv angegriffen und an verschiedenen Orten festgehalten worden seien. Erst nach 21 Studnen kamen sie frei und haben Libyen inzwischen verlassen. Chris Cobb-Smith, einer der Opfer, berichtet davon, dass einer der Soldaten dicht neben seinem Kopf eine Waffe abgefeuert hätte.

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