Hilfsteams: Die USA greifen ein

Nach tagelangen harten Kämpfen sind nun offenbar zwei Schlüsselgebiete der Rebellen gefallen. Jetzt wollen auch die USA einschreiten und Hilfsteams in den Osten Libyens schicken, der weiter von Gaddafis Gegnern kontrolliert wird. Auch der EU-Sondergipfel in Brüssel beschäftigt sich mit dem weiteren Vorgehen.

Der Sicherheitsberater von Präsident Obama, Tom Donilon, teilte mit, dass neben Hilfstruppen auch Diplomaten entsandt werden sollen, um Gespräche mit den Köpfen der Rebellen zu führen. Militärisches Personal, so wurde ausdrücklich betont, ist allerdings nicht darunter.

Regierungstruppen haben, so berichtet Al Jazeera, am Freitagmorgen denn Ölhafen von Ras Lanuf eingenommen. Nach Luftangriffen am Vortag, seien nun Soldaten und Panzer eingerückt. Derzeit würden bereits wieder Gefechte stattfinden.

Mittlerweile soll auch die Stadt Az Zawiya, die sich hartnäckig verteidigt hat, in den Händen von Gaddafi-Truppen sein.

Unterdessen hat Machthaber Gaddafi am Freitag eine Delegation gen Cairo entsandt, um dort am Treffen der Arabischen Liga teilzunehmen, die ebenfalls über die Krise in Libyen beraten. Noch ist allerdings unklar, ob sie am Samstag Zugang zu den Gesprächen erhalten werden. Bereits am Donnerstag erklärten die Golfstaaten, dass die Regierung Libyens nicht länger rechtmäßig sei.

Am Freitag findet auch der EU-Sondergipfel statt, der sich ebenfalls mit der Lage in Libyen beschäftigt. Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder treffen sich Brüssel, um über weitere Maßnahmen zu beraten, die den Druck auf Gaddafi erhöhen. Sie wollen voraussichtlich dessen Abgang fordern. Auf der anderen Seite sind ein Militäreinsatz oder eine Flugverbotszone bisher nicht vorgesehen.

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