Explosion in japanischem Atomkraftwerk

Im durch das Erdbeben beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat es offenbar eine Explosion gegeben. Dach und Mauern des Reaktorgebäudes sind zerstört. Der Radius der Evakuierung wurde auf 20 km erweitert. Eine Gefahr für Deutschland besteht nicht.

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Wie japanische Fernsehbilder zeigen, steigt weißer Rauch aus dem Atomkraftwerk auf. Zahlreiche Arbeiter sollen verletzt worden sein, wird berichtet. Die Außenhülle des Reaktors wurde teilweise abgesprengt. Das Dach und die Mauern des Reaktorgebäudes sind zerstört. Japans Premierminister Naoto Kan hat sich besorgt über die Lage nach dem Atomunfall geäußert, aber nicht von einer Kernschmelze im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima gesprochen. Der Regierungssprecher Yukio Edano gab an, die Explosion vom Nachmittag werde zu keinem größeren radioaktiven Leck führen. Die Medlungen zur Situation in Japan sind widersprüchlich: Die ARD berichtete, die japanische Behörde für Kernkraftsicherheit habe offiziell eine Kernschmelze bestätigt.

Der Radius der Evakuierung um das AKW war in der Nacht von drei auf inzwischen zwanzig Kilometer erweitert worden. Zudem meldete die japanische Agentur für nukleare Sicherheit den Austritt von radioaktivem Cäsium in der Nähe des AKW.

Eine Gefahr für Deutschland besteht laut Bundesumweltminister Norbert Röttgen nicht. Die große Entfernung zu Japan, Wetterlage und Windrichtung im Katastrophengebiet ließen eine Bedrohung der Bundesrepublik ausschließen. Am Samstagabend werden bei einem Krisentreffen in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel, Außenminister Guido Westerwelle und Umweltminister Norbert Röttgen die Konseqenzen aus dem Reaktorunfall erörten. Anschließend wird die Kanzlerin sich gegenüber der Presse äußern, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Als sicher gilt bereits, dass die Situation in Japan die andauernde Debatte über die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken in Deutschland neu entfachen wird.

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