Verhandlungen über Atompolitik im Bundeskanzleramt

Das Unglück in Japan hat in Deutschland den Atomausstieg wieder zu einem großen Thema gemacht. Die Bundeskanzlerin berät sich derzeit mit den Ministerpräsidenten aus Bundesländern mit Atomkraftwerken. Bereits gestern hatte sie ein Moratorium für die Laufzeitverlängerung deutscher Atommeiler verkündet.

Im Kanzleramt in Berlin beginnen zur Stunde Gespräche über die Konsequenzen aus dem Atomunglück in Japan. Bundeskanzlerin Merkel hat dazu die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kernkraftwerken eingeladen. Gestern hatte Frau Merkel ein Moratorium für die Laufzeitverlängerung deutscher Atommeiler verkündet. Seitdem ist die Abschaltung mehrerer älterer Kraftwerke im Gespräch. Die SPD wirft der Kanzlerin vor, diesen Schritt lediglich mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen gegangen zu sein.

In Brüssel beraten am Nachmittag auf Einladung von Energiekommissar Oettinger die zuständigen EU-Minister mit Vertretern von Kontrollbehörden und Atomindustrie. Oettinger sagte aus, die Atomkraft insgesamt müsse auf den Prüfstand. Das Unglück in Japan werfe die Frage auf, ob man in Europa in absehbarer Zeit den Strombedarf ohne Kernkraft sichern könne. Oettinger plädierte dafür, in allen europäischen Atomanlagen Sicherheitsüberprüfungen vorzunehmen.

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