Ibrahim Tatlises ringt mit dem Tod

Die Kalaschnikow-Schüsse eines Unbekannten in Istanbul haben den türkischen Superstar Ibrahim Tatlises in der Nacht von Sonntag auf Montag schwer verwundet. Der 59-Jährige ringt nach dem Attentat mit dem Tod.

Der Angriff auf den schwerreichen Künstler, der nicht nur in der Türkei, sondern auch in weiten Teilen des Irans, im Libanon, dem Irak, Syrien und Ägypten verehrt wird, wird vielfach mit den angeblichen Verbindungen Tatlises zur Mafia in Zusammenhang gebracht.

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Bereits zwei Mal wurde in der Vergangenheit versucht, ein Attentat auf den von seinen Fans auch „Ibo“ genannten Sänger, zu verüben. Bisher konnte er entkommen. In der Nacht zum Montag, als er mit seiner Assistentin Buket Cakici den privaten Fernsehsender „Beyaz TV“ verließ, gelang das nicht. Schon jetzt ist davon auszugehen, dass seine gravierenden Kopfverletzungen seine Karriere für immer beenden werden.

Erdogan telefoniert persönlich mit den Ärzten

In Sorge um seinen Gesundheitszustand meldete sich unter anderem auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan telefonisch bei den Ärzten, um sich nach Tatlises zu erkundigen. Der Gouverneur von Istanbul, Hüseyin Avni Mutlu, versprach der Öffentlichkeit eine schnelle Aufklärung des Mordanschlags.

Unterdessen haben die Spekulationen über die Hintergründe in den türkischen Medien begonnnen. Als mögliche Täter werden Kurdenrebellen von der PKK genannt. Andere sehen die Schüsse in Zusammenhang mit Problemen bei den Investitionen von Tatlises im Nordirak.

Nach einer Notoperation liegt der Sänger nun im künstlichen Koma. Falls der 59-Jährige überleben sollte, rechnen die Ärzte mit bleibenden Schäden wie zum Beispiel Lähmungen.

Tatlises („süße Stimme“) ist im gesamten Nahen Osten sehr beliebt:

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