Erste Rede des Kaisers: "Ich bin tief besorgt"

In einer TV-Ansprache äußerte sich der japanische Kaiser Akihito "tief besorgt" über die Krise seines Landes, in der es sich seit dem Erdbeben und dem Tsunami am vergangenen Freitag befindet. Die Menschen sollten sich gegenseitig helfen.

Akihito, der extrem selten in Erscheinung tritt, wandte sich in einer Liveschaltung an das Volk, um erstmals öffentlich Stellung zur Katastrophe zu beziehen. Der besorgte Monarch erklärte, für die Menschen zu beten.

Für seine Ansprache hatte der TV-Sender eigens sein Programm unterbrochen. Mit düsteren Worten beschreibt der Kaiser die Naturkatastrophe als „beispiellos“ in ihrem Ausmaß. Auch die Lage in Fukushima sei „außer Kontrolle“ geraten.

Der 77-Jährige, der von vielen Japanern zutiefst verehrt wird, bat die Bevölkerung nicht aufzugeben: „Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass sich die Menschen, Hand in Hand, begegnen und diese schwierigen Zeiten miteinander überstehen. “

Akihito – der den Thron im Jahr 1989 nach dem Tod seines Vaters, Kaiser Hirohito, bestiegen hat – sagte, er bete, dass alle Opfer des Bebens und des Tsunamis gerettet werden können.

Die Zahl der Toten und Vermissten ist unterdessen auf mehr als 11.000 angestiegen. Und auch im Atommeiler von Fukushima ist die Lage brenzlig. Die verbliebenen 50 Mitarbeiter versuchen verzweifelt den Wettlauf gegen die Zeit zu gewinnen und für genügend Kühlung der Brennstäbe zu sorgen. In vier von sechs Reaktoren droht eine Kernschmelze.

Hier die Ansprache im Original:

http://www.youtube.com/watch?v=Y7PNP-mYDkM

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