Erdogan hat nukleare Sicherheit auf der Agenda

Trotz wachsender Befürchtungen hinsichtlich der atomaren Sicherheit hat die Türkei ihre Pläne zum Bau von Atomkraftwerken bekräftigt. Russland, das für den Bau eines AKWs zuständig sein wird, soll nun allerdings die Sicherheitsstandards nach oben schrauben.

Energieminister Taner Yildiz teilte mit, dass die Sicherheitsvorkehrungen in Mersin Akkuyu während des Russland-Besuchs von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan diskutiert werden würden. Die Anlage soll bisher einem Beben der Stärke 8 standhalten können. Falls nötig, könnte das jedoch erhöht werden. „Wir können nicht ignorieren, was im japanischen Atomkraftwerk passiert“, so Yıldız im Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Er beharrte jedoch darauf, dass die türkischen Projekte nicht mit Fukushima vergleichbar wären.

Die Krise in Japan hat dazu geführt, dass nun Rufe, die Regierung möge doch von ihren Atomplänen, die zwei bis drei Anlagen in den nächsten Jahrzehnten vorsehen, ablassen, immer lauter werden. Auch die Türkei liegt in einem geologisch kritischen Gebiet. Kleinere Erdbeben sind nahezu an der Tagesordnung. Im Jahr 1999 töteten zwei Beben mehr als 20.000 Menschen.

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