Erdogan fordert Militäreinsatz unter Führung der UNO

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat noch einmal klargestellt, dass die Türkei zu keinen Kampfeinsätzen in Libyen bereit sei. Nachdrücklich vertrat er seine Position gegen die laufende militärische Intervention des Westens. Der Einsatz sollte nur humanitären Charakter besitzen und unter die Schirmherrschaft der UNO gestellt werden.

„Die Türkei wird niemals Waffen auf Libyer richten“, erklärte Erdogan während einer Sitzung seiner Partei AKP im Parlament am Dienstag. „Der Libyen-Einsatz sollte unter dem Dach der UN ausgeführt werden“, so Erdogan weiter. „Die Operation sollte aus legitimen Gründen ausgeführt werden.“

„Natürlich hinterfragen und kritisieren wir das Pariser Gipfeltreffen“, sagte Erdogan Parteigenossen. In früheren Äußerungen kritisierte Sarkozy direkt und beschuldigte ihn, mit dem Feldzug in Libyen seine Popularität zu Hause vor den Wahlen für das Jahr 2012 steigern zu wollen, da zu diesem Zeitpunkt Meinungsumfragen einen Rückgang der Unterstützung für ihn zu zeigen. „Niemand hat ihm gesagt, dass er eine solche Rolle zu übernehmen hat. Er machte diesen Schritt selbstständig“, sagte Erdogan über den Pariser Gipfel zu einer Gruppe von Journalisten an Bord eines Flugzeugs während der Rückkehr in die Türkei von einem Besuch in Saudi-Arabien am Montag. „Soweit wir wissen, will Sarkozy keine Intervention der NATO. Er will die Europäische Union in der Verantwortung sehen. Er will die Türkei und den USA aus dem Bild heraushalten.“

Der libysche Diktator Gaddafi gibt sich unterdessen weiter siegessicher. In seinem ersten öffentlichen Auftritt seit einer Woche sprach er noch einmal zu seinen Anhängern und forderte „alle islamischen Armeen“ dazu auf, sich ihm anzuschließen. Er erklärte: „Wir werden siegen“.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.