Japanische Regierung ist in "höchster Alarmbereitschaft"

Auf Grund der jüngsten Entwicklungen im havarierten Kernkraftwerk Fukushima I ist die japanische Regierung, wie Premierminister Naoto Kan bekannt gab, mittlerweile in "höchster Alarmbereitschaft". Spuren von Radioaktivität nun auch in den USA entdeckt.

Mittlerweile ist hochgiftiges Plutonium im Erdreich rund um die Anlage festgestellt worden. Zudem sickert hoch radioaktives Wasser aus einem Reaktorgebäude. Währenddessen versuchen die Einsatzkräfte in  Fukushima unter Einsatz ihres Lebens weiterhin, radioaktiv verseuchtes Wasser aus den Turbinengebäuden der Reaktoren 1 bis 3 abzupumpen.

http://www.youtube.com/watch?v=Kjn3mCI5o3Y

Gegenüber dem Parlament bezeichnete Kan die Situation an der vom Erdbeben betroffenen Anlage als „weiterhin unberechenbar“. Die Regierung „wird das Problem mit der höchsten Alarmstufe angehen“, sagte er und fügte hinzu, noch sei unklar, ob die Evakuierung rund um die Anlage zu erweitern sei.

Unterdessen wurden offensichtlich aus Fukushima stammende Spuren von Radioaktivität in Seoul und anderen Orten Südkoreas, im Südosten Chinas sowie im Nordosten der USA entdeckt.

Regierung erwägt Verstaatlichung von Tepco

Zwischenzeitlich werden auch Überlegungen laut, wie mit dem derzeitigen Betreiber des AKWs, Tepco umgegangen werden könnten. Laut dem Minister für nationale Politik, Koichiro Gemba könnte sich die Regierung durchaus vorstellen den Betrieb vorübergehend zu verstaatlichen. Hintergrund könnte sein, dass auf den Betreiber der Atomruine von Fukushima gewaltige Entschädigungszahlungen an die Opfer der Katastrophe zukommen dürften. Am Montag sanken die Aktien des Unternehmens auf den niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten.

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