Facebook-Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück"

Die facebook-Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück" wächst minütlich. Der Verteidigungsminister ist zurückgetreten. Doch die Debatte ist damit noch nicht beendet. Sogar Margot Käßmann, die ehemalige Bischöfin der Landeskirche Hannover, die nach einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss von ihrem Amt zurückgetreten war, meldete sich nun zu Wort. Eine Online-Petition, die den "Rücktritt vom Rücktritt" fordert gibt es auch schon, Demonstrationen sind geplant.

http://www.youtube.com/watch?v=1ZhO1sMWaqw

Für viele kam der späte Rücktritt Karl-Theodor zu Guttenbergs überraschend. In den letzten Wochen hatte ganz Deutschland die Ereignisse rund um den Plagiatsvorwurf verfolgt und auf Plattformen wie facebook liefern sich Guttenberg-Fans und Guttenberg-Gegner seitdem hitzige Wortgefechte. Ob er es verdient die Konsequenzen seines Handelns zu tragen oder ob er ein Opfer der Medien ist, da scheiden sich die Geister. Die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann gab an, jeder Mensch könne sich frei für eine Promotion entscheiden, sie denke nicht, dass zu Guttenberg dem Leistungsdruck in unserer Gesellschaft zum Opfer gefallen ist. Mehr dazu unter abendblatt.de

Die Mitglieder der Gruppe „Wir wollen Guttenberg zurück“ dürften ihr da wohl widersprechen. Unmittelbar nach dem Rücktritt zu Guttenbergs ins Leben gerufen, sammelte die Gruppe innerhalb kürzester Zeit 540,223 Fans (Stand 23:11 Uhr).
Einige Fans versuchen sogar direkten Einfluss zu nehmen, durch eine Online-Petition, die den „Rücktritt vom Rücktritt“ fordert. Politik wird heutzutage über das Internet gemacht, das ist hiermit erwiesen. Aber auch im realen Leben wollen die Fans aktiv werden: Erste Demonstrationen gegen den Rücktritt sind in ganz Deutschland am Samstag den 5. März um 13 Uhr geplant, hierfür werden neben dem Internet auch andere Medien genutzt:

„OBEN HALTEN!!!
LIED WÜNSCHEN IM HEIMISCHEN RADIOSENDER UND AUF DIE DEMOS HINWEISEN!
JEDER SAGT AKTIV ÜBER HANDY ALLEN FREUNDEN BESCHEID UND FORDERT AUF ES WEITERZUERZÄHLEN!
VORSCHLAG FÜR REALISTISCHE POLITISCHE FORDERUNG: GABRIEL UND TRITTIN SOLLEN SICH FÜR DIE ART UND WEISE ENTSCHULDIGEN!
ES GEHT UNS NICHT UM DIE VERHARMLOSUNG EINES VERMEINTLICHEN PLAGIATS, WIR BESTEHEN AUF DIE UNSCHULDSVERMUTUNG UND SACHLICHE BERICHTERSTATTUNG OHNE VORVERURTEILUNG. NACH ABSCHLIESSENDEM ERGEBNIS DER UNI STEHT ES JEDEM FREI DIE SACHE ZU GEWICHTEN.
ALLE DER GRUPPE „Wir wollen Guttenberg zurück – Demo“ BEITRETEN UND VERANSTALTUNG TEILEN.
WIR SIND DAS VOLK! WIR KÖNNEN AUCH OFFLINE!
AUF DIE STRASSE! SAMSTAG 13:00 UHR!“ schreiben mehrere Gruppenmitglieder auf der Seite.

Die Gruppe „Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg“ war von dem findigen Mainzer Medienunternehmer Tobias Huch (29) gegründet worden, der auch Systeme zur Altersverifikation für Erotik- und Porno-Seiten im Internet anbietet. (Natürlich gibt es auch eine Gegengruppe „Für die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg„). Der Gründer von „Wir wollen Guttenberg zurück“ gibt sich nicht zu erkennen, es wird aber vermutet, dass auch diese Gruppe von Tobias Huch gegründet wurde.

Die Gegengruppe „Wir wollen Guttenberg nicht zurück“ folgte natürlich auf dem Fuße. Ob es eine Gegen-Petition „Rücktritt bleibt Rücktritt“ geben wird bleibt abzuwarten. Die Debatte wird jedenfalls wohl noch eine Weile weitergehen.

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