Verhaftung von Journalisten sorgt für Nervosität in der Türkei

Die Verhaftung von mehreren Journalisten bringt die Türkei erneut ins internationale Rampenlicht.

Die Verhaftung von zehn Journalisten hat in der Türkei für politische Nervosität gesorgt. Die Journalisten waren wegen ihrer angeblichen Mitgliedschaft im nationalistischen Geheimbund Ergenekon festgenommen worden. Der zuständige Staatsanwalt sagte, man habe die Journalisten aufgrund von Beweisen festgenommen und nicht wegen ihrer publizistischen Tätigkeit. Die Behörde arbeite auch nicht auf Weisung der Regierung.

Dennoch bringt die Aktion nun auch Premier Erdogan in Bedrängnis. Bislang waren die Ermittlungen im Sinn der regierenden AKP, weil eines ihrer Anliegen darin besteht, den Einfluss der Armee zurückzudrängen. Offenbar sind die Ermittlungen jetzt außer Kontrolle geraten. Unter den Verhafteten befinden sich nämlich zwei der führenden Aufklärer im Ergenekon-Skandal, nämlich Ahmet Sik, der für die Zeitschfrift „Radikal“ investigative Berichte gerschrieben hatte; und Nedem Sener, der für „Milliyet“ arbeitet und ein sehr beachtetes investigatives Buch über die Ungereimtheiten bei den polizeilichen Ermittlungen im Fall des 2007 ermordeten türkisch-armenischen Verlegers Hrant Dink geschrieben hat.

Auf dem Taksim Platz in Istanbul forderten am Freitag mehr als 1000 Demonstranten die Freilassung der Journalisten.

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