Zahl der Opfer in Japan steigt

Die Zahl der Verletzten, Toten und Vermissten in Japan steigt weiter. Erste Opfer radioaktiver Strahlung sollen auch dabei sein.

Die Zahl der Todesopfer durch den Tsunami und das bisher stärkste Erdbeben in Japan liegt japanischen Medien zufolge zwischen 1300 und 1700. Bei den meisten Todesfällen handelt es sich um Tod durch Ertrinken. Etwa 200 bis 300 Tote wurden entlang der Wasserlinie in Sendai, einer Hafenstadt im Nordosten von Japan, gefunden.

Tausende von Häusern wurden zerstört, Straßen sind blockiert, Züge und Busse können nicht fahren. Stromversorgung und Telefonverbindung sind unterbrochen. Am Samstagmorgen berichtete das Bahnunternehmen JR rail company, dass drei Züge vermisst werden. Japan hat landesweit Rettungstrupps entsendet, die Überlebende aus zerstörten Häusern evakuieren sollen. Außerdem werden die Menschen mit frischem Wasser und Nahrung versorgt. Mehr dazu hier.

Die japanische Nachrichtenseite nikkei.com meldet ohne Quellenangaben, drei Opfer radioaktiver Strahlung seien ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der japanische Nachrichtensender NHK  berichtet unter Berufung auf Behördenvertreter auf seiner Internetseite, in der Nähe von Fukushima 1 seien 1.015 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden. Diese Strahlendosis ist doppelt so hoch wie der Grenzwert, bei dem die Betreiber von Atomkraftwerken den Notfall erklären und die Regierung informieren müssen.

Der ehemalige Chef der deutschen Atomaufsicht, Wolfgang Renneberg, sieht kein Entkommen vor der Kernschmelze mehr. Das Austreten von Strahlung könne nach einer Schmelze des überhitzten Siedewasser-Reaktors nicht mehr gebremst werden. Deutschland schwebe nicht in Gefahr, China und Russland allerdings schon.

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