Fukushima-Mitarbeiter werden abgezogen

Nach den jüngsten Vorfällen im Atomkraftwerk Fukushima herrscht nun höchste Strahlengefahr für die dortigen Mitarbeiter. Ein Brand und die letzte Explosion im Block 2 haben die innere Hülle des Reaktors beschädigt. Die Radioaktivtät in den Kontrollräumen ist gravierend hoch.

Die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ teilt inzwischen mit, dass die radioaktive Belastung in den Kontrollräumen des Kraftwerks gravierend angestiegen sei. Die verbliebenen 50 Mitarbeiter müssten demnach dringend abgezogen werden. 800 Mitarbeiter haben das Gelände bereits geräumt. Die Verbliebenen sind nach wie vor damit beschäftigt, die Reaktoren zu kühlen.

Das Geschehen wird von der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN) mittlerweile mit Stufe 6 von 7 auf der Internationalen Bewertungsskala (INES) bewertet. Zum Vergleich: die Katastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren hat Stufe 7 erreicht.

Kan warnt vor weiteren Lecks

Unterdesssen hat der japanische Ministerpräsident Naoto Kan in einer Fernsehansprache erklärt, dass mittlerweile aus vier Reaktoren des Kraftwerks radioaktive Strahlung ausgetreten sei. Der Politiker warnte zudem vor weiteren Lecks. Die Regierung spricht von einer für Menschen schädlichen Strahlendosis. Die Gefahrenzone wurde auf 30 Kilometer ausgedehnt. Auch die AKW-Betreibergesellschaft Tepco sprach von einer „sehr schlimmen“ Lage. Die Strahlung in der Umgebung steige demnach dramatisch an.

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