Türkische Politikerin Zahide Sarikas kandidiert trotz Überfall weiter

Die SPD-Politikerin Zahide Sarikas wurde am Dienstagabend in ihrem Wahlkampfbüro in Konstanz von einem Unbekannten angegriffen. Nun ermittelt das LKA, eine erste Täterbeschreibung liegt vor. Trotz allem will Sarikas für den Landtag kandidieren.

Zahide Sarikas wollte sich gegen 19 Uhr gerade auf den Weg zu einer Podiumsdiskussion der Umweltverbände machen. Dazu kam es aber nicht. Ein Unbekannter verwickelte sie in ihrem Wahlkampfbüro erst in ein politisches Gespräch und griff sie dann plötzlich an.

Die Politikerin, die sich im Wahlkampf für eine bessere Integration von Zuwanderern und die gesellschaftliche und politische Teilhabe von Migranten stark macht, musste die Teilnahme an der Diskussion absagen und sich in ärztliche Behandlung begeben. Die 46-jährige Türkischstämmige liegt bis auf Weiteres im Klinikum Konstanz. Bei dem Angriff hat sie Hämatome und äußere Verletzungen erlitten.

Die Ermittler gehen von einem politischen Motiv für die Tat aus. Höchstwahrscheinlich entstammt der Täter dem Neonazi-Milieu. Gesucht wird ein hochdeutsch sprechender Mann im Alter zwischen 20 und 26 Jahren, mit hellen, kurz geschorenen Haaren und einem Piercing an der rechten Augenbraue. Bei den Ermittlungen ist die Polizei auf ein Internetforum gestoßen, in dem zu „Schändungen“ gegenüber linken Frauen aufgefordert wurde. Der NPD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt steht im Verdacht, dies unter einem falschen Namen in Umlauf gebracht zu haben.

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.