Libysche Gemeinde in Deutschland ruft zur Demo auf

Unter dem Titel "Gaddafi muss weg!" hat die Libysche Gemeinde in Deutschland an diesen Samstag zu einer Demonstration in Berlin-Charlottenburg aufgerufen. Sie befürchtet, dass auch eine UN-Resolution die Auseinandersetzungen nicht allzu schnell enden lassen wird.

Die Landsleute setzen sich auch in der Ferne für „das sofortige Ende der brutalen Gadaffi-Herrschaft“ ein. Die Demonstration soll am Samstag, den 19. März um 13 Uhr auf dem Adenauerplatz in Berlin-Charlottenburg starten und von dort in Richtung Breitscheidplatz/Gedächtniskirche ziehen.

Die Gemeinde erklärt: „Wir wollen der libyschen Freiheitsbewegung eine Stimme in der deutschen Öffentlichkeit geben.“ Nach 42 Jahren Gewaltherrschaft durch Muammar al-Gaddafi sei das Volk nun aufgestanden und habe begonnen für seine demokratische Freiheit und Menschenrechte zu kämpfen. Die Anhänger des Machthabers haben darauf mit „brutalster militärischer Gewalt und ausländischen Söldnertruppen“ reagiert. Bisher habe es Tausende Tote und Hunderttausende Flüchtlinge gegeben.

Trotz UN-Resolution werden die Kämpfe nicht so schnell enden

In Aufruf zur Solidaritätsdemonstration heißt es: „Wir befürchten, dass Gadaffi in seinem Feldzug gegen das eigene Volk in den nächsten Tagen bis zum Äußersten gehen wird. Der UN-Sicherheitsrat hat am 17.3. eine Flugverbotszone beschlossen, aber die Kämpfe werden nicht schnell enden. Schauen wir nicht tatenlos zu! Zeigen wir den Menschen in Libyen, dass wir an Ihrer Seite stehen!“

Unterdessen ist Großbritannien bereits aktiv geworden. Wie Al Jazeera berichtet, hat Premierminister David Cameron die Bereitstellung von Tornados und Eurofighter-Kampfflugzeuge zugesichert. Bereits in den nächsten Stunden würden diese auf Stützpunkte verlegt, von denen sie aus in Libyen operieren könnten. Aus Frankreich heißt es, dass man „binnen Stunden“ einsatzbereit sei. Präsident Nicolas Sarkozy hat nun für diesen Samstag zu einem internationalen Gipfeltreffen über die Lage in Libyen eingeladen. Dazu werden auch Vertreter der arabischen Welt nach Paris gebeten.

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