Gaddafi will eine Million bewaffnen

Einen Tag nach den ersten Angriffen von Frankreich, England und den USA auf Libyen zeigt sich Machthaber Muammar al-Gaddafi weiterhin unbeeindruckt. Der Diktator kündigte einen "langen Krieg" an. Ein Waffenstillstand wurde angekündigt, aber weiterhin kam es zu Gefechten.

Seit diesem Samstagnachmittag steht Libyen unter Beschuss durch die internationale Luftallianz. Nun hat Muammar al-Gaddafi in einem Telefongespräch mit dem staatlichen TV-Sender auf einen „langen Krieg“ eingestimmt. Von welchem Ort aus er das Interview geführt hat, ist unbekannt.

Nach wie vor zeigt er sich vom Sieg seiner Truppen überzeugt. Noch einmal unterstrich er, dass er die militärischen Depots öffnen werde, um seine Anhänger in Gänze zu bewaffnen. Wie groß seine Ressourcen noch sein dürften, ist ebenfalls fraglich. 14 Panzer und mehr als 20 Armeetransporter sollen bei den Luftangriffen zerstört worden sein. Er fügte hinzu: „Wir werden unser Land nicht verlassen und wir werden es befreien“.

In Washington zeigt man sich unterdessen zufrieden mit den Resultaten der ersten Angriffe. So heißt es: „Die Operation gestern (Samstag) ist sehr gut verlaufen.“ Die nun durchgesetzte Flugverbotszone habe sich als „effektiv“ erwiesen. Aus Benghazi wird von rund 90 Todesopfern berichtet.

Mehr dazu und zu den Hintergründen in der New York Times.

Die libyschen Streitkräfte wurden nun scheinbar angewiesen, den ab sofort gültigen Waffenstillstand zu befolgen. Allerdings hatte Machthaber Gaddafi bereits am Freitag eine Waffenruhe angekündigt, diese aber nicht eingehalten. Auch diesmal kam es über den angekündigten Zeitpunkt hinaus zu Gefechten.

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