Gaddafi ruft zum "grünen Marsch" nach Benghazi auf

Die USA und ihre Anhänger haben am Sonntag die Angiffe gegen die Streitkräfte von Muammar al-Gaddafi intensiviert. Am Sonntagnacht soll auch ein Gebäude des Machthabers getroffen worden sein. Benghazi habe so vor einer Katastrophe bewahrt werden können. Jetzt will der Diktator genau dort seine Anhänger bündeln.

Am Montagmorgen geht Gaddafi erneut in die Offensive. Er ruft seine Anhänger zu einem „grünen Marsch“ auf die Rebellenhochburg Bengasi auf. Nachdem bei den Luftangriffen seine Panzer zerstört wurden, sollen sich nun „Demonstranten“, zu denen Abgeordnete der verschiedenen Stämme des Landes gehören sollen, „mit Olivenzweigen in der Hand“ in friedlicher Absicht auf dem Weg in die Stadt im Osten machen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Jana.

Der Nationale Sicherheitsberater Thomas Donilon erklärte zuvor gegenüber Journalisten, dass die Militäraktionen „Benghazi vor einer wahrhaften Katastrophe bewahrt haben könnten“. Das libysche Regime sieht das jedoch ganz anders. Im Zusammenhang mit dem in der Nacht getroffenen Komplex mit Wohnräumen Gaddafis spricht der Regierungssprecher Mussa Ibrahi von einem „barbarischernAngriff“.

Die Rebellen hingegen feiern:

Das libysche Staatsfernsehen berichtete unterdessen, dass seit den Luftangriffen am Samstag 64 Menschen getötet und mehr als 150 verletzt worden seien. Bei den meisten hätte es sich um Zivilisten gehandelt. Die französische Regierung widerspricht diesen Vorwürfen. Sie habe keine Informationen über zivile Opfer.

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