NATO: Türkei fordert Überprüfung der Strategie

Nach wie vor herrscht Uneinigkeit über die Rolle der NATO im gerade angelaufenen Militäreinsatz gegen das libysche Regime. Die Türkei lehnt nicht nur eine Flugverbotszone ab, sondern fordert zudem die Überprüfung der möglichen Strategie des Verteidigungsbündnisses. Zivile Opfer sollten demnach stärker berücksichtigt werden.

Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan stellte sich ausdrücklich gegen eine Flugverbotszone. Er warnte vor ernsthaften Konsequenzen. Der entsprechende Beschluss in Brüssel wurde blockiert.

Während eines Gipfeltreffens in Istanbul plädierte er dafür, die Menschen in Libyen ihre eigene Zukunft gestalten zu lassen. Der Militäreinsatz würde die derzeitige Situation eher verschlimmern, denn verbessern. Er stellte heraus, dass ein möglicher NATO-Einsatz in Libyen in seinen Augen „komplett nutzlos“ sei. Nichtsdestotroz forderte er ein sofortiges Ende der Gewalt.

Erdogan vertritt die Überzeugung, dass Veränderungen in einem Land nur auf Basis von Kompromissen, Toleranz und Solidarität zu bewerkstelligen sind.

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