Erdogan will Libyen-Einsatz schnellstmöglich beenden

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan ist der Ansicht, dass die NATO-Intervention in Libyen an mehrere Bedingungen geknüpft werden müsse. Auf keinen Fall dürfe das an Öl und Gas reiche Land am Ende okkupiert werden.

Der Ministerpräsident stellte während seiner Rede an der Umm Al-Qura Universität in Mekka heraus, dass die Herangehensweise der NATO auf dem Bewusstsein fußen müsse, dass das Land nach wie vor den Libyern gehöre. Die „Odyssey Dawn“, so berichtet „Todays Zaman“ dürfe nicht auf Grund der Bodenschätze und Reichtümer Libyens erfolgen.

„Unser größter Wunsch ist es, dass diese Operation so schnell wie möglich beendet wird“, sagte Erdogan. Das libysche Volk sollte seiner Ansicht nach selbst seine Zukunft bestimmen können. Er fügte hinzu: „Unsere libyschen Brüder besitzen alle Mittel, um eine starke, stabile, friedliche Zukunft aufzubauen“, so Erdogan weiter. „Für die Libyer müssen die Möglichkeiten geschaffen werden, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.“

Die pakistanische Regierung äußert sich, so berichtet am Dienstagmorgen Al Jazeera, in die gleiche Richtung. Die Entwicklungen in Libyen würden mit großer Sorge betrachtet, heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Das libysche Volk müsse selbst friedliche Lösungen für den Konflikt entwickeln.

Noch immer herrscht in Brüssel Uneinigkeit über den NATO-Einsatz. Erdogan, der das Vorspreschen einzelner Staaten nicht gut heißt und sich zudem verärgert über eine nicht-ausgesprochene Einladung zum Gipfel am vergangenen Samstag in Paris zeigt, hat zuvor auf Diplomatie mit Libyen gesetzt. Mehrmals gab es Gespräche mit dem Staatschef als auch mit Regierungsmitgliedern.

Auch in der dritten Nacht in Folge haben die alliierten Truppen zur Durchsetzung der UN-Resolution gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi Ziele in Libyen angegriffen.

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