Radioaktivität im Tokioter Trinkwasser schürt Ängste

Beamte in Tokio haben davor gewarnt, dass Kinder unter einem Jahr auf Grund der Strahlenbelastung kein Leitungswasser trinken sollten. Der Jodgehalt war in einigen Gegenden auf das Doppelte des empfohlenen Niveaus angestiegen.

BBC-Korrespondent Chris Hogg in Tokio erklärte, dass die Nachricht von der Wasserverschmutzung einem Schlag gegen die japanische Regierung gleichkommen würde. Panik hätte sie bisher allerdings noch nicht ausgelöst. Die Beamten betonten zudem, dass Kinder große Mengen davon trinken müssten, bevor es ihnen schaden würde. Es bestehe demnach keine unmittelbare Gefahr für die Gesundheit.

Die Behörden haben auch neue Beschränkungen für Lebensmittel aus Gebieten, die von Leckagen aus dem Kernkraftwerk Fukushima betroffen sind, verhängt. So wurde den Menschen in der Präfektur Fukushima, wo sich das Kernkraftwerk befindet, empfohlen, wegen der Kontamination auf bestimmte Gemüse zu verzichten. Auch in diesem Zusammenhang stellte der japanische Kabinettsminister Yukio Edano heraus: „Auch wenn diese Nahrungsmittel vorübergehend gegessen werden, gibt es keine Gesundheitsgefahr.“ Vielmehr wolle man langfristig vorbeugen und schon jetzt dazu anhalten die Aufnahme Nahrungsmittel so weit wie möglich zu vermeiden.

Die verbliebenen Arbeiter wurden derweil erneut vorübergehend von der Anlage evakuiert, nachdem von Reaktor Nr. 3 schwarzer Rauch aufgestiegen war.

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