Türkei stimmt NATO-Einsatz in Libyen zu

Anfang kommender Woche soll die NATO das Kommando über den Libyen-Einsatz übernehmen. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu hat diesem Weg zugestimmt, berichtet das türkische Staatsfernsehen TRT. Damit ist der sechs Tage währende Streit zwischen den Verbündeten um die Führung in Libyen beendet.

Außenminister Ahmet Davutoglu erklärte, die Bedingungen der Türkei für einen Einsatz seien nun erfüllt. „Die Koalition, die im Anschluss an die Sitzung in Paris gebildet wurde, wird ihre Mission aufgeben und vollständig dem alleinigen Befehl der NATO unterstellen.“ Die Türkei hatte darauf gedrängt, dass die westliche Allianz zunächst alle Militäraktivitäten gegen Libyen einstellen solle, bei denen Zivilisten zu Schaden kommen könnten. Bedingung einer türkischen Zustimmung zu einer Übernahme des Kommandos durch die NATO ist des Weiteren, dass der Einsatz auf die Einhaltung des Flugverbots, die Durchsetzung des Waffenembargos und die Bereitstellung humanitärer Hilfe beschränkt bleibt.

Das türkische Parlament billigte am Donnerstag zudem einen Beschluss der Regierung zu einem Marine-Einsatz der NATO zur Kontrolle des Waffenembargos gegen Libyen. Die Türkei hat zugesagt, vier Fregatten, ein U-Boot und ein Versorgungsschiff bereitzustellen.

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