Katastrophe in Japan: Zahl der Toten auf 10.000 angestiegen

Zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan hat die Zahl der Todesopfer die 10.000er-Marke erreicht. Das teilt die hiesige Polizei mit. Mehr als 17.440 gelten seit dem 11. März als vermisst. 2.775 Menschen wurden verletzt.

Hundertausende seien in Folge der Naturgewalten obdachlos geworden. Nahrungsmittel, Wasser und Unterkünfte sind nach dem Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala knapp. Der Gesamtschaden wird derzeit auf gut 200 Milliarden Euro geschätzt.

Am schwer beschädigten Kernkraftwerk Fukushima I gehen die Arbeiten unterdessen weiter. Noch immer wird nach dem Leck gesucht, aus dem zuletzt Dampf ausgetreten war, der die Bevölkerung in große Sorge hinsichtlich des Genusses von Nahrungsmittel und Wasser versetzt hat.

Die Hoffnung der Ingenieure in Kürze die Stromgeneratoren wieder in Betrieb zu nehmen und so die Kühlung der Reaktoren wieder in Gang zu setzen ist nach wie vor vorhanden. Jüngste Meldungen geben jedoch erneuten Anlass zur Sorge. So wird vermutet, dass Brennstäbe im Reaktor 3 beschädigt seien.

Nachdem drei Arbeiter am AKW Fukushima I einer außerordentlich hohen Strahlendosis ausgesetzt wurden und zwei von ihnen in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, hat die Regierung nun neue Sicherheitsbestimmungen erlassen. Die Betreiberfirma Tepco gibt derweil den Arbeitern eine Mitschuld an dem Unfall. So hätten sie nicht die vorgeschriebenen Sicherheitsstiefel getragen und eine Strahlenwarnung ignoriert.

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