Wieder Tote bei Protesten in Syrien

Nach den blutigen Unruhen der vergangenen Tage haben sich am Freitag erneut Demonstranten in mehreren Städten Syriens versammelt. Gemeinschaftlich haben sie einen "Tag der Würde" ausgerufen. In Daraa starben mehr als 20 Menschen.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus griffen Polizisten hart durch. Demonstrationen mit mehreren hundert Beteiligten wurden gewaltsam aufgelöst. Auch in der Stadt Daraa im äußersten Südwesten des Landes versammelten sich mehrere tausend Menschen, um nicht nur um die bisher Getöteten zu trauern, sondern auch um ihre Stimmen für den Frieden zu erheben. Auch Dorfbewohner aus dem Umland haben sich auf den Weg gemacht, um ihre Landsleute zu unterstützen. Unterdessen sollen Regierungssoldaten entlang der Hauptstadt postiert worden sein, offenbar, um einen solchen Marsch zu verhindern.

Lage in Daraa eskaliert

Al Jazeera berichtet derweil über die Stimmung in Daraa: „Niemand hier skandiert Parolen gegen den Präsident Bashar al-Assad. Die Leute hier sagen, sie wollen  Freiheit, sie wollen Reformen.“ Später am Nachmittag berichtet ein Menschenrechtsaktivist gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass auch an diesem Freitag Menschen getötet worden seien. Al Jazeera bestätigt: Mehr als 20 Menschen wurden durch syrische Sicherheitskräfte, die das Feuer auf die friedlichen Demonstranten eröffneten, getötet.

Erneut schritt hingegen die syrische Geheimpolizei ein. Vor der Ummajad-Moschee in Damaskus wurden die Proteste beendet:

Hier einige weitere Szenen:

Erst am letzten Mittwoch kam es hier zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die im Süden der Stadt eine Moschee gestürmt hatte.

Seit vergangenen Freitag wurden in Daraa mindestens 44 Menschen von den Sicherheitskräften des Militärs getötet.

Wie die BBC nun berichtet, soll Präsident Bashar al-Assud die Freilassung aller inhaftierten Personen während der jüngsten Unruhen angeordnet haben. Außerdem habe die Regierung nach den tagelangen Protesten nun Reformen in Aussicht gestellt.

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