Fukushima: Millionenfach erhöhte Strahlenwerte

Rund um das außer Kontrolle geratene Atomkraftwerk Fukushima I haben die japanischen Behörden nun eine millionenfach erhöhte Strahlung gemessen. Im Umfeld von Reaktor 2 soll die Belastung tödliche Dimensionen erreicht haben. Sämtliche Arbeiten wurden unterbrochen. +++UPDATE+++ Die Betreiberfirma Tepco hat die millionenfach erhöhten Messwerte als "nicht glaubwürdig" widerrufen.

Die verbliebenen Arbeiter, so berichtet die BBC, die noch immer versuchen die Reaktoren zu kühlen, mussten nun ebenfalls evakuiert werden. Die Betreibergesellschaft Tepco teilte mit, die erhöhte Radioaktivität im Reaktor 2 sei in Wasser im Turbinengebäude festgestellt worden. Diese sei, so heißt es weiter, zehn Millionen mal höher als unter Normalbetrieb. Es gibt jedoch offenbar Unklarheiten über die Ursachen und Richtigkeit der Ergebnisse.

Zuvor hatten die Sicherheitsbehörden bekannt gegeben, dass die Strahlenbelastung in den Gewässern rund um das Kernkraftwerk das 1,850-fache erreicht habe.

Greenpeace will eigene Messungen vornehmen

Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass die Krise noch Monate andauern könnte. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace traut den offiziellen Angaben der japanischen Behörden jedoch nicht. Sie will unabhängige Messungen vornehmen. Bereits am Samstag forderte Regierungssprecher Yukio Edano mehr Transparenz der Betreiber.

An diesem Wochenende sind auch in Deutschland gut 250.000 Menschen gegen die Atompolitik auf die Straße gegangen. In mehreren Großstädten, wie hier in München, fanden Demonstrationen unter dem Motto: „Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten!“ statt.

+++UPDATE+++ Die Betreiberfirma Tepco hat die millionenfach erhöhten Messwerte mittlerweile als „nicht glaubwürdig“ widerrufen.

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