Fukushima: Regierung bestätigt "teilweise Kernschmelze"

Was den Experten bereits seit einigen Tagen als höchstwahrscheinlich galt, hat jetzt auch Japans Regierungssprecher Yukio Edano bestätigt. Nach Einschätzung der japanischen Regierung hat in Reaktor 2 eine vorübergehende Kernschmelze eingesetzt.

Der Umstand, dass das im Turbinengebäude vorgefundene Wasser hochgradig radioaktiv belastet sei, deute auf eine solche Teil-Kernschmelze hin.

Zuletzt seien dort mehr als 1000 Millisievert pro Stunde gemessen worden. Der Betreiber der Anlage, Tepco spricht von einer 100.000-fach höheren Konzentration als normal. Zuvor musste er seine Angaben mehrmals korrigieren. Zunächst war gemeldet worden, dass die Strahlung zehn Millionen Mal höher als sonst sei.

Regierungssprecher Edano übte darüber hinaus scharfe Kritik am Umgang Tepcos mit den Mess-Daten. Das sei „inakzeptabel“. Zwar verstehe man, dass die Arbeiter übermüdet seien und unter massivem Stress stünden. Doch ein solches Desaster dürfe sich auf gar keinen Fall wiederholen. Auch die japanischen Bürger haben mittlerweile genug. Rund 1000 Menschen gingen in Tokio erneut gegen die Atompolitik des Landes und gegen Tepco auf die Straße.

Unterdessen wurde das Land am Montagmorgen von einem neuerlichen Erdbeben der Stärke 6.5 erschüttert. Berichte über das Ausmaß der Schäden liegen derzeit noch nicht vor. Das AKW Fukushima I soll jedoch nicht betroffen gewesen sein.

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