Diplomaten diskutieren Exil-Option für Gaddafi

Bei der Konferenz kommen rund 40 Regierungsvertreter und Vertreter internationaler Organisationen zusammen. Die USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland stimmten sich bereits im Vorfeld ab. Geschlossen sprechen sie sich für einen Rücktritt von Machthaber Gaddafi aus.

Nun wollen die Außenminister aus rund 40 Ländern gemeinschaftlich nach Wegen suchen, wie Libyens Machthaber zu einem Rückzug gezwungen werden könnte. Bereits am Montag hatten der britische Premierminister David Cameron und der französische Präsident Nicolas Sarkozy in einer gemeinsamen Erklärung die Anhänger Gaddafis aufgefordert, dem libyschen Machthaber ihre Unterstützung zu entziehen. Darin heißt es: „Wir rufen seine Gefolgsleute auf, ihn zu verlassen, bevor es zu spät ist“. Mittlerweile steht auch die Option, Gaddafi ins Exil zu schicken, im Raum.

Darüber hinaus wird es in London aber auch darum gehen, wie humanitäre Hilfe für die von den Aufständischen kontrollierten Gebiete im Osten Libyens geleistet werden kann.

An der Konferenz nehmen unter anderem auch Vertreter der Arabischen Liga, der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sowie der Präsident der Afrikanischen Union, Jean Ping, teil. Bundesaußenminister Guido Westerwelle reist, neben seiner US-amerikanischen Amtskollegin Hillary Clinton, ebenfalls zu dem Treffen an.

Ein Ziel der Londoner Zusammenkunft, die sich auch mit der politischen Zukunft des Landes auseinandersetzt, ist es zudem, ein breites Forum für Libyen innerhalb der arabischen Staaten zu schaffen. In einer Ansprache wies der US-Präsident tags zuvor darauf hin, dass die Rolle der US-Armee bei diesem Einsatz „begrenzt“ sei.

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