Aydan Özoguz: "Die Muslime sollten nicht mehr an der Islamkonferenz teilnehmen"

Aydan Özoguz fordert die Muslime dazu auf, nicht mehr an der Islamkonferenz teilzunehmen.

Wörtlich sagte Özoguz, Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Die Muslime sollten nicht mehr an der Islamkonferenz teilnehmen, bis ein anderer die Leitung übernimmt.“ Für die Politikerin ist Friedrich „die absolute Fehlbesetzung in seinem Amt“, der hier die Konferenzteilnehmer dazu missbrauche „um sein eigenes politisches Profil als Hardliner zu schärfen“.

Am ersten Tag der Konferenz, so erklärt Özoguz darüber hinaus auf ihrer Homepage, habe sich das Bild verfestigt, „dass der Innenminister von einem fairen Dialog mit dem Islam meilenweit entfernt ist“.

Verheerendes Signal von Hans-Peter Friedrich

Insgesamt verlief die Begegnung in ihren Augen bisher äußerst unbefriedigend: Bei der abschließenden Pressekonferenz habe Bildungsministerin Schavan nur kurz verkünden können, dass nun Lehrstühle für islamische Theologie an deutschen Universitäten eingerichtet werden würden. Özoguz kommentiert: „Das ist ein guter und wichtiger Schritt, aber er stand bereits ohne die Islamkonferenz fest.“ Der überwiegende Teil der Konferenz sei hingegen durch die kurzfristige Bekanntgabe des Innenministers, dass er einen “Präventionsgipfel” gegen islamistischen Extremismus im Mai 2011 abhalten werde überlagert worden.

Ihr bisheriges Fazit lautet daher: „Ein verheerenderes Signal hätte der Bundesinnenminister an die muslimischen Konferenzteilnehmer und an die über vier Millionen Muslime in unserem Land gar nicht senden können: Wir reden heute über den Islam, aber eigentlich will ich in einem anderen Rahmen über den extremistischen Islamismus reden!“

Es sei wirklich schade, dass die Bundesregierung die Chance, mit der Islam Konferenz einen zählbaren Beitrag für die Integration der Muslime in unserem Land zu leisten, vertan habe.

Mehr zum Thema:

Viel Widerspruch gegen Friedrich auf der Islamkonferenz
„Die Islamkonferenz macht keinen Sinn“

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.