Werden Gaddafis Gegner mit Waffen ausgestattet?

Am Rande der Libyen-Konferenz wurde die Möglichkeit ins Spiel gebracht, die Rebellen zu bewaffnen. US-Außenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Amtskollege Alain Juppé äußerten sich entsprechend. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen.

Gegenüber NBC News erklärte US-Präsident Barack Obama, dass Gaddafi durch die Militäroperationen der Alliierten bereits „massiv geschwächt“ worden sei. Auf die Frage hin, ob er die Anti-Gaddafi-Truppen mit zusätzlichen Waffen ausstatten würde, antwortete dieser, dass er sich bisher weder dafür noch dagegen ausgesprochen habe:

„Wir werden uns alle Optionen ansehen, die zur Unterstützung der libyschen Bevölkerung zur Verfügung stehen, so dass wir den Übergang zu einem friedlicheren und stabileren Libyen schaffen.“

Unterdessen hatte der Fernsehsender Al Jazeera Gelegenheit mit der ehemaligen US-Botschafterin Nancy Soderberg über eine mögliche Bewaffnung zu sprechen. Ihrer Einschätzung nach könnte die USA das auch „ganz still“ und ohne eine entsprechende Resolution tun:

Der Einsatz hat die US-Regierung nach Angaben des Pentagons bisher 550 Millionen US-Dollar gekostet. Sobald die NATO das Kommando übernimmt, kommen auf die amerikanischen Steuerzahler Aufwendungen in Höhe von rund 40 Millionen US-Dollar pro Monat zu.

60 Prozent der ausgegebenen Gelder wurden bisher für Raketen und Bomben aufgewandt. Der Rest verteilte sich auf organisatorische Kosten und Verlegungsaufwendungen.

Unterdessen tauchte ein weiterer Beweis für die Grausamkeit von Gaddafis Truppen auf.  Unweit der Stadt Sirte haben Rebellen Landminen entdeckt. Auch im Umland von Ajdabiya, so berichtet Human Rights Watch, seien Dutzende solcher Vorrichtungen eingeraben worden:

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